Anleitung
Ablaufventil / Heberglocke wechseln: so geht es
Kurz gesagt: Eine neue Heberglocke behebt das Nachlaufen ins Becken zuverlässig, weil meist eine neue Dichtung dabei ist. Eckventil zudrehen, Kasten leeren, Deckel oder Platte abnehmen, die alte Heberglocke heraushebeln und die neue einsetzen. Ist nur die Dichtung porös, reicht oft schon der Dichtungstausch.
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Ganze Heberglocke oder nur die Dichtung?
Läuft dauernd Wasser ins Becken, liegt es am Ablaufventil - ist nur die Gummidichtung hart, reicht der Dichtungstausch, ist die Heberglocke selbst spröde, tauschst du sie komplett - die Geberit-Instandhaltungsanleitung nennt eine defekte Flachdichtung der Heberglocke ausdrücklich als eine von zwei mechanischen Ursachen für ständig in die WC-Keramik laufendes Wasser. Eine neue Heberglocke wird in der Regel inklusive passender Dichtung geliefert und behebt das Nachlaufen darum besonders zuverlässig.
- Nur Dichtung tauschen: Die Heberglocke ist noch gut, allein die Dichtung ist verkalkt oder hart. Das ist die günstigste Variante - siehe Spülkasten-Dichtung wechseln.
- Ganze Heberglocke tauschen: Der Kunststoff ist spröde oder rissig, oder du willst gleich Ruhe haben. Die neue Glocke bringt die frische Dichtung mit.
Erst die Ursache eingrenzen
Ein Nachlaufen ins Becken deutet auf die Heberglocke; ein Überlaufen im Kasten deutet auf das Füllventil. Bist du unsicher, hilft Füllventil oder Ablaufventil defekt? beim Eingrenzen.
Heberglocke wechseln Schritt für Schritt
Zuerst das Eckventil zudrehen und den Kasten leeren, dann lässt sich die Heberglocke meist mit einer Vierteldrehung aushängen. Der ganze Wechsel dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten.
- Schritt: Dreh das Eckventil zu und spüle den Kasten leer.
- Schritt: Nimm bei einem Aufputz-Kasten den Deckel ab; bei Unterputz entfernst du erst die Drückerplatte und die Revisionsöffnung dahinter.
- Schritt: Häng die alte Heberglocke aus - meist über eine Vierteldrehung oder einen Bajonettverschluss - und heb sie heraus.
- Schritt: Wisch den Dichtsitz sauber und entferne Kalkreste, damit die neue Dichtung sauber aufliegt.
- Schritt: Setz die neue Heberglocke mit ihrer Dichtung ein und verriegle sie wieder.
- Schritt: Bau alles zusammen, dreh das Eckventil auf, lass den Kasten füllen und spül einmal zur Probe.
Unterschiede bei Unterputz und Aufputz
Der einzige echte Unterschied ist der Zugang - das Aushängen der Heberglocke läuft in beiden Fällen gleich ab. Beim Aufputz-Kasten hebst du einfach den Deckel ab und achtest auf die Verbindung zum Spülknopf. Beim Unterputz-Kasten kommst du über die Drückerplatte und die Revisionsöffnung an das Innenleben.
- Details zum Zugang beim eingemauerten Kasten: Unterputz-Spülkasten öffnen und reparieren.
- Für den sichtbaren Kunststoffkasten an der Wand: Aufputz-Spülkasten reparieren.
Prüfen und häufige Fehler
Nach dem Zusammenbau drehst du das Eckventil auf, lässt den Kasten füllen und spülst einmal zur Probe. Bleibt das Becken danach trocken und hält der Kasten seinen Füllstand, sitzt die neue Heberglocke richtig.
- Rinnt es weiter ins Becken, sitzt die Dichtung schief oder der Sitz war noch verkalkt - noch einmal sauber setzen.
- Löst die Spülung nicht sauber aus, prüfe, ob die Betätigung wieder korrekt in die Glocke greift.
- Läuft der Kasten über den Überlauf, ist nicht die Heberglocke schuld, sondern das Füllventil.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass die Heberglocke defekt ist?
Typisch ist, dass bei normalem Wasserstand ständig Wasser direkt ins Becken rinnt, ohne dass du spülst. Läuft der Kasten dagegen über den Überlauf, liegt es am Füllventil, nicht an der Heberglocke.
Muss ich eine neue Dichtung extra kaufen?
Meist nicht. Eine neue Heberglocke wird in der Regel inklusive passender Dichtung geliefert, das behebt das Nachlaufen zuverlässig. Ist nur die Dichtung hart, kannst du auch allein sie tauschen.
Muss ich das Wasser abstellen?
Ja. Dreh das Eckventil an der Wand zu und spüle den Kasten leer, bevor du die Heberglocke aushängst. So bleibt der Kasten während der Arbeit trocken.
Geht der Wechsel bei Aufputz und Unterputz gleich?
Das Prinzip ist gleich, nur der Zugang unterscheidet sich. Beim Aufputz-Kasten hebst du den Deckel ab, beim Unterputz-Kasten nimmst du zuerst die Drückerplatte und die Revisionsöffnung heraus. Danach hängst du die Heberglocke in beiden Fällen aus.